Unser Betrieb

Wir sind ein kleiner landwirtschaftlicher Familienbetrieb aus Deubach. (Gemeinde Gessertshausen) Unsere Familie besteht aus Margit und Franz Reitmayer und unseren beiden Söhnen Johannes mit Ehefrau Julia und Franz junior. Unser Hof hat eine lange Geschichte und gehört zum Ortskern von Deubach dazu. Seit 2004 arbeiten wir im Nebenerwerb und haben auch keine Tierhaltung mehr. 
Unsere Flächen bewirtschaften wir nach wie vor selbst.



Unsere Motivation

Als kleiner Bauernhof stand irgendwann die Frage im Raum: Wandeln oder weichen? Nun versuchen wir mit neuen Ideen und Konzepten einerseits die Natur zu unterstützen, andererseits aber auch weitere Seiten der Landwirtschaft zu präsentieren.   

Normalerweise sind wir für die Produktion von Lebensmitteln zuständig. In den letzten Jahren fand in der Bevölkerung ein umdenken im Bereich Natur- und Artenschutz statt. Wir sehen unsere neue Aufgabe nun darin, dass Bindeglied zwischen Natur und Bevölkerung zu werden und die Landwirtschaft so auch aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Mit unseren Blühflächen wollen wir Tieren einen größeren Lebensraum bieten und die Umgebung bunter gestalten. Unsere Heimat liegt uns am Herzen und deshalb wollen Nahrungs-, Brut- und Rückzugsräume für Wildtiere, Vögel und Insekten bereitstellen. Es ergibt sich hier ein neuer Lebensraum, vor allem auch in den Wintermonaten.

Die Blühpatenaktion sichert sowohl das Anlegen von Blühflächen als auch den Fortbestand unserer kleinen ländlichen Landwirtschaft. Die Kooperation mit Imker Josef Müller ist uns sehr wichtig und unterstützt dieses Ziel. So entsteht als Zusatz unserer Blühflächen ein reines Naturprodukt, dass den Kreis zur Lebensmittelproduktion wieder schließt. 

Unsere Zukunft sehen wir nicht nur im Anlegen von Blühflächen auf unseren Ackerflächen, sondern auch in der Aufwertung unserer Grünflächen. Hier beobachten wir über die Jahre hinweg einen massiven Rückgang von heimischen Gräsern und Kräutern. 

Durch das große Engagement von Privatpersonen, Firmen, Unternehmen und Banken können wir unsere Ziele in die Tat umsetzen. 

Aktion "Blühpatenschaften"

Nachdem im Jahr 2019 durch die Petition „Rettet die Bienen“ die Bevölkerung mobilisiert wurde, wollten auch wir nicht nur zusehen, sondern reagieren. Deshalb haben wir uns entschieden, auf einem Teil unserer Fläche eine Blühfläche anzulegen. 
Wir wollen mit unserer Aktion sowohl die Landwirtschaft als auch die Natur unterstützen. In der Landwirtschaft herrscht ein immer größerer Leistungs- und Produktionsdruck, der es vielen Landwirten mit Tierhaltung schwer macht, auf einen Teil seiner Anbaufläche zu verzichten.
Auch wir müssen auf die Wirtschaftlichkeit unseres Betriebes achten. Im Moment sind wir ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen noch auf den Anbau von Nutzpflanzen angewiesen. 
Auf den Flächen der Blühpatenaktion haben wir keine Förderprogramme wie VNP oder KULAP beantragt. Diese werden zwar für die Allgemeinheit positiv dargestellt, decken aber nicht die tatsächlichen Ausgaben solch einer Blühfläche.

 

Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben und würden uns freuen, Sie als Blühpate begrüßen zu dürfen. 


Unsere Familie

Franz und Margit Reitmayer

Franz jun., Julia und Johannes

Unsere Landwirtschaft

Aufgrund der landwirtschaftlichen Verordnungen sind wir gezwungen verschiedene Feldfrüchte anzubauen. Viele Jahre haben wir Winterweizen angebaut. Jetzt wollen wir uns aber neu orientieren und arbeiten seit 2020 mit der Ölmühle Hartmann zusammen. 

2022 bauen wir auf einem Teil unserer Flächen Sonnenblumen an, sodass zusammen mit den Blühflächen insgesamt 80% unserer Ackerflächen blühen werden. 


Auf den restlichen Flächen wird Mais angebaut. Hier arbeiten wir mit einem Landwirt aus dem Gemeindegebiet zusammen, der einen Teil als Silomais für die Milchviehhaltung nutzt. 

Unsere Wiesen werden zur Heuernte genutzt. Diese findet meist erst Anfang/Mitte Juni statt. So haben Wald- und Wiesenbrüter Zeit ihren Nachwuchs in unseren Wiesen ungestört aufzuziehen. Ein weiterer Aspekt besteht darin, dass unsere Wiesen auch nur 2-3 Mal im Jahr gemäht werden und sich dadurch die Natur besser entfalten kann, als bei intensiverer Nutzung.